Die Idee

Alles fing bei einem der jährlichen Familienbesuche in meiner Heimat Brasilien an. Ich saß vor einer Auswahl von vielen schönen Schmuckstücken, die meine Schwester verkaufte und sollte mir ein Geschenk aussuchen. Und wie es in großen Familien so ist, wo alle gleichzeitig reden und tolle Ideen haben, entschloss ich mich einige Stücke nach Deutschland mitzunehmen. Schließlich war es immer mein Traum gewesen, einmal einen kleinen Laden zu besitzen, wo ich lauter schöne Dinge aus meiner Heimat anbieten würde. Dies sollte der Anfang sein.

Ich war begeistert von der Idee, Schmuck zu präsentieren, der brasilianisches Lebensgefühl vermittelt.

Die anfangs kleine Auswahl wuchs mit neuen Kunsthandwerkern, die ich auf Reisen und Messen entdeckte. Allen ist gemeinsam, dass sie typische einheimische Naturmaterialien verwenden und mit viel Kreativität ihren eigenen Schmuck entwerfen.

UM MIMO bedeutet auf Portugiesisch "Zärtlichkeit", "jemandem eine Freude machen" und auch "niedliches Geschenk".

Mache dir oder jemanden den du magst eine kleine Freude - UM MIMO ! 

Ionara Remonatto Dreyer

Wo kommen all die schönen Dinge her?

Brasilien ist ein Riesenland mit unterschiedlichen kulturellen Einflüssen. UM MIMO stellt eine Auswahl von sechs Herstellern aus vier verschiedenen Regionen Brasiliens vor: 

1. Mãos da Terra

Mãos da Terra verbindet modischen, modernen Schmuck mit rustikalen Elementen der Natur. Eine tolle Kombination. Die Schwestern Paula und Mercia entwerfen saisonale Kollektionen mit unterschiedlichen Materialien. Mãos da Terra kommt aus São José do Rio Preto, Bundesstaat São Paulo im Südosten Brasiliens.

2. Mayrles Emille

Mayrles Emille ist eine junge Designerin, die handgemachte bunte Armbänder, Ohrringe und Halsketten aus Kordel und recyceltem Stoff entwickelt. Bei ihrer Arbeit bekommt sie Unterstützung von Kunsthandwerkern aus sozialen Projekten in João Pessoa. João Pessoa ist die Hauptstadt des Bundesstaates Paraíba im Nordosten Brasiliens.


3. Rita Prossi

Im Norden, im Amazonasgebiet, sind die Indianervölker und der Reichtum des Amazonasurwaldes prägend. Rita Prossi  ist eine Pionierin in der Nutzung der Biodiversität des Amazonas für die Schmuckherstellung. Fasern aus verschiedenen Palmen, Holz, Samen und Früchten einheimischer Pflanzen werden zusammen mit Silber in Handarbeit zu Ringen, Ohrringen, Ketten und Armbändern verarbeitet.

Rita arbeitet eng zusammen mit kleinen lokalen Gemeinschaften und einem der indigenen Stämme, den Waimiri Atroari. Von den Waimiri Atroari bezieht sie ein speziell geflochtenes Gewebe ("Palha"), dass aus dem Stiel der Arumã Pflanze exklusiv für die Schmuckverarbeitung hergestellt wird. Inzwischen ist die "Palha de Arumã" der Waimiri Atroari patentiert und dessen Verkauf eine wichtige Einkommensquelle für den Stamm. 

4. Adriana Medeiros

Adriana Medeiros nutzt das Häkeln als Technik für die Schmuckherstellung. Kleine Steine oder Glasperlen werden einzeln mit  Draht zu Ketten, Armbändern, Ringen und Ohrringen gehäkelt. Das Ergebnis sind bunte, fröhliche Schmuckstücke. Adriana produziert in São Paulo im Südosten Brasiliens.

5. Possebon und Splendore

Possebon nutzt das Vorkommen von Natursteinen im südlichsten Bundesstaat Rio Grande do Sul. Die Natursteine werden roh oder verarbeitet überall in die Welt exportiert. Besonders gut verarbeiteter Modeschmuck mit echten Natursteinen ist typisch für diesen Hersteller. Der Hersteller hat seinen Sitz in Putinga in Bundesstaat Rio Grande do Sul.

Ebenfalls aus Rio Grande do Sul, in der Stadt Erechim, fertigt Splendore Modeschmuck aus echten Natursteinen.